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Preisträger 2010- 1. Preis

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Landscape-Niwatan – Japan

mori x hako

Landscape-Niwatan – Japan

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Landscape-Niwatan – Japan

Garten-Box

„Arbeiten im Wald“ war der Wunsch der Mieter dieses Gebäudes, das einen Kilometer nördlich des Bahnhofs von Fukuyama in der Präfektur Hiroshima liegt. Das Grundstück ist nur 10 mal 50 Meter groß. Neben dem Gebäude und dem Garten mussten auch 10 Parkplätze untergebracht werden. Ein mori, ein Wald, findet sich nun als dicht bewachsener Freiraum eingebettet in die architektonische hako oder Box. Durch den Wald mäandert ein Wasserlauf, der in ein Wasserbecken am Eingang mündet. Der Garten teilt die Räume des Gebäudes ebenso wie er sie verbindet. Öffnungen in den Wänden kontrollieren und lenken die Blicke aufs Grün: Einmal öffnet sich der Raum zum Garten, dann werden die Blicke in den Wald wieder verdeckt.

Da Passanten den Garten nicht von der Straße sehen können, steht eine „Rasenbox“ am Eingang zum Grundstück. Diese hako dient als Fahrradgarage. Dort zeigt eine Leuchttafel Bilder von satoyama, der wilden, grasbewachsenen Landschaft der Gebirgsausläufer, wo der mori beginnt. So bekommen Besucher das Gefühl in der Natur anzukommen und sich von der städtischen Umgebung zu entfernen. Dies spielt auf das japanische Prinzip der „Rückkehr zum Ursprung“ an, bei dem jeder zum Ort zurückkehrt, an dem die Menschheit entstanden ist.

Der Besitzer betreibt seine Zahnarztpraxis im Erdgeschoss. Er ist auch der Einzige, der den mori als privaten Garten nutzt. In der Mittagspause sitzt er im „Wald“, um sich zu erholen. Im Bächlein hält er sich einen Fisch.

Landscape-Niwatan – Japan

 

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Fotos:
Der winzige Waldgarten wächst in einem Schlitz zwischen zwei Gebäudeteilen, die ein gläserner Tunnel verbindet. Wandöffnungen inszenieren Blicke ins Grüne. In Beton verlegte Granitblöcke und -steine bedecken den Boden.